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Impfung Hund: Arten und zeitliche Abstände

Impfung Hund: Arten und zeitliche Abstände

Impfung Hund: Arten und zeitliche Abstände

Impfungen schützen das Leben von Hunden und können es sogar verlängern. Deswegen sollten Hunde gegen verschiedene Infektionskrankheiten geimpft werden. In diesem Zusammenhang spielt vor allem die Grundimmunisierung von Welpen eine Rolle, wobei entscheidend ist, diese in regelmäßigen Abständen aufzufrischen.

Es ist wichtig, dass man versteht, warum Impfungen für Hunde eine so große Bedeutung für deren Gesundheit haben. In diesem Beitrag geben wir grundlegende Informationen zu dem Thema und gehen dabei auch auf die verschiedenen Arten von Impfungen für Hunde ein.

Impfung beim Hund: Warum Impfungen für Hunde wichtig sind

Impfungen beim Hund helfen dabei, gefährliche und hochansteckende Infektionskrankheiten einzudämmen. Dadurch schützen sie nicht nur den eigenen Hund, sondern auch andere Tiere, mit denen er in Kontakt kommt.

Keine Frage: Impfungen beim Hund sind mit einem gewissen Kostenaufwand verbunden. Dennoch sollte man bedenken, wie wichtig Impfungen sein können, um die Gesundheit des Hundes zu bewahren. Impfungen beim Hund werden vor allem gegen hochansteckende Viren und Bakterien vorgenommen, wodurch das Infektionsrisiko und damit verbundene Todesfälle in vielen Fällen stark reduziert werden können.

Hund wird geimpft

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Auch wenn bei zugelassenen Impfstoffen davon auszugehen ist, dass diese gut verträglich sind, kann es mitunter zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Möchte man einen Welpen impfen lassen, sollte er bereits ein Alter von mindestens acht Wochen erreicht haben. Dann kann sein Körper gut auf die Wirkstoffe reagieren und die Wahrscheinlichkeit für schwere Impfschäden reduziert sich auf ein Minimum.

Folgende Nebenwirkungen sind zwar möglich, sollten aber nach wenigen Tagen und spätestens nach einer Woche wieder abklingen:

  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Mit Schmerz verbundene Schwellung im Bereich der Einstichstelle
  • Mangelnder Appetit

Bemerkt man diese oder ähnliche Symptome beim Hund und halten sie länger an als zwei Tage, sollte man ihn unbedingt erneut in die Tierarztpraxis bringen.

Grundlegende Informationen über Impfungen

Wer verstehen möchte, warum Impfungen für Hunde wichtig sind, sollte wissen, was eine Impfung ist, wie sie wirkt und welche Impfstoffarten unterschieden werden.

Was ist eine Impfung?

Durch Impfungen wird der Hund vor lebensgefährlichen Infektionskrankheiten geschützt. Dabei unterscheidet man zwischen sogenannten Pflicht- und Wahlimpfungen. Während sich Pflichtimpfungen gegen gefährliche Erreger richten, die mitunter auch auf den Menschen übertragbar sind, können bestimmte Wahlimpfungen ebenfalls sinnvoll sein. Gegen einige Erkrankungen, wie Gelenkerkrankungen und Arthrose beim Hund, gibt es jedoch keine Impfungen.

Damit der Körper des Hundes nicht unnötig belastet wird, sollte man nur Impfungen vornehmen lassen, die tatsächlich sinnvoll sind. Eine individuelle Absprache mit dem Tierarzt ist deshalb immer wichtig.

Wie funktioniert eine Impfung?

Bei einer Impfung werden Erreger in abgeschwächter oder abgetöteter Form mit dem Immunsystem des Hundes in Kontakt gebracht. Das ist wichtig, damit dieses lernt, richtig darauf zu reagieren. Bei den Erregern kann es sich zum Beispiel um Viren oder Bakterien handeln.

Zusätzlich dazu lässt sich das Immunsystem bei Hunden stärken. In einem anderen Ratgeber erklären wir, wie das funktioniert.

Arten von Impfungen für Hunde

Unterschieden wird auch zwischen Tot- und Lebendimpfstoffen. Im Falle von Totimpfstoffen sind die Erreger nicht mehr aktiv, weshalb es zu weniger Nebenwirkungen kommt.

In Lebendimpfstoffen kommen die Erreger in abgeschwächter und geringerer Anzahl vor, sodass die entsprechende Erkrankung beim Hund nicht ausbricht. Stattdessen erhält das Abwehrsystem der Tiere die Möglichkeit, sich mit den Krankheitserregern auseinanderzusetzen. Dabei werden Antikörper gebildet, die im Falle einer Erkrankung wichtig sind. Vergleichen kann man die Hundeimpfung mit einem Schutzschild gegen Krankheiten.

Impfplan für Welpen

Die Grundimmunisierung von Welpen orientiert sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin. Ziel ist es, junge Hunde frühzeitig gegen wichtige Infektionskrankheiten zu schützen.

Die Impfung von Welpen wird durch die Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) geregelt.

Der Impfplan soll sicherstellen, dass alle jungen Hunde ausreichend gegen die im Folgenden genannten Krankheiten geschützt sind. Durch die Schutzimpfungen können sie entsprechende Antikörper bilden.

Welche Impfungen sind für Welpen notwendig?

In der Leitlinie ist vorgesehen, dass Hunde gegen folgende Krankheiten geimpft werden sollten:

  • Parvovirose
  • Hepatitis
  • Staupe
  • Leptospirose

Zusätzlich wird eine Tollwutimpfung empfohlen. Dazu gibt es verschiedene Impfpräparate, nach denen sich der Zeitpunkt der Auffrischung richtet.

Alterszeitpunkte für die Impfungen

In der 8. Lebenswoche sollte die Impfung von Welpen gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose erfolgen. Die Impfung gegen Tollwut folgt anschließend in der 12. Woche. Möchte man dem eigenen Welpen nicht so viele Impfungen zumuten, kann man sich aber auch an einen leichteren Impfplan halten:

  • Impfung zwischen der 8. und 9. Woche gegen Parvovirose, Staupe und Hepatitis
  • Tollwutimpfung erst nach der 12. Woche, möglichst einzeln und nicht in Kombination mit anderen Impfungen

Die Impfung gegen Leptospirose sollte nur dann vorgenommen werden, wenn eine Notwendigkeit besteht und in jedem Fall nicht vor der zwölften Woche.

Wiederholungsimpfungen und Auffrischungsimpfungen

Damit durch Hundeimpfungen ausreichender Schutz besteht, müssen diese wiederholt und aufgefrischt werden. In der Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin ist dazu folgendes vorgesehen:

  • Wiederholung der Impfungen gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose in der 12. und 15. Woche
  • Auffrischung der Tollwutimpfung ebenfalls in der 15. Lebenswoche, abhängig vom verwendeten Präparat

Im Anschluss gelten Hunde als grundimmunisiert. Laut Empfehlung der StIKo Vet müssen die Impfungen gegen Leptospirose und Zwingerhusten jeweils jährlich, die gegen Parvovirose, Hepatitis und Staupe alle drei Jahre wiederholt werden.

Im Falle der leichteren Impfempfehlung werden die Impfungen gegen Parvovirose, Staupe und Hepatitis in der 12. oder 13. Woche und anschließend nochmals in der 16. Woche wiederholt. Falls gewünscht, kann eine weitere Auffrischung im Alter von 6 Monaten erfolgen, weil das Immunsystem der Hunde dann als voll ausgebildet gilt.

Bei den hier aufgeführten Angaben handelt es sich nur um Empfehlungen. Eine individuelle Beratung durch Tierärzte ersetzen diese nicht.

Impfungen für erwachsene Hunde

Für erwachsene Hunde wird zwischen Core- und Non-Core-Impfungen unterschieden. Core-Impfungen sollten grundsätzlich bei jedem Hund erfolgen, während Non-Core-Impfungen vom individuellen Risiko abhängen.

Impfstoffe für Hunde lassen sich in zwei verschiedene Kategorien unterteilen: in Core-Komponenten und Non-Core-Komponenten. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich bei den Core-Impfstoffen um solche, die der Hund in jedem Fall erhalten sollte. Sie richten sich gegen Krankheitserreger, die für die Tiere besonders gefährlich werden können und sich mitunter sogar auf den Menschen übertragen.

Non-Core-Impfungen haben hingegen den Zweck, vor Erregern zu schützen, mit denen Hunde nur unter bestimmten Voraussetzungen in Kontakt kommen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man mit dem Hund ein bestimmtes Urlaubsziel bereisen möchte. Deswegen ist es wichtig, die Notwendigkeit dieser Impfstoffe immer zuvor mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin abzusprechen.

Infografik zu Impfungen beim Hund

Kernimpfungen für erwachsene Hunde

Die im Folgenden aufgezählten Impfungen werden laut Ständiger Impfkommission Veterinärmedizin für jeden Hund empfohlen:

  • Staupe
  • Hepatitis contagiosa canis
  • Parvovirose
  • Leptospirose
  • Tollwut

Diese Erkrankungen sind teils hochansteckend, schwerwiegend oder sogar auf den Menschen übertragbar. Deshalb kommt ihnen bei der Gesundheitsvorsorge des Hundes eine besondere Bedeutung zu.

Nicht-Kernimpfungen und ihre Bedeutung

Die Non-Core-Impfungen schützen den Hund vor folgenden Erkrankungen:

  • Zwingerhusten
  • Borreliose
  • Leishmaniose
  • Hautpilz
  • Babesiose
  • Canines Herpesvirus

Ob diese Impfungen sinnvoll sind, hängt vor allem vom Wohnort, vom Lebensstil des Hundes und von möglichen Reisen ab.

Impfungen bei älteren Hunden

Für Hunde gibt es keine Impfungen, die erst im steigenden Alter an Wichtigkeit zunehmen. Wie oben aufgeführt, sollten bereits Welpen eine Grundimmunisierung erhalten.

So gelten für alte Tiere grundsätzlich die gleichen Empfehlungen bezüglich der Wiederholungsimpfung wie bei Hunden in anderen Lebensphasen. Tiere, die an einer akuten Erkrankung leiden oder kurzzeitig mit immunsuppressiven Medikamenten versorgt werden, sollten hingegen nicht geimpft werden.

Liegen chronische Krankheiten vor oder findet eine langandauernde immunsuppressive Behandlung statt, kann hingegen eine Impfung manchmal sinnvoll oder sogar notwendig sein. Genaue Angaben dazu, welche Wiederholungsimpfung zu welchem Zeitpunkt erforderlich ist, kann nur ein ausgebildeter Tierarzt machen.

Impfungen und gesetzliche Bestimmungen

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Impfpflicht für Hunde. Trotzdem gelten wichtige Schutzimpfungen aus tierärztlicher Sicht als dringend empfohlen und in vielen Fällen als unverzichtbar.

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Vorschrift zur Impfung von Hunden. Spricht man also von sogenannten Pflichtimpfungen, ist damit die dringende Empfehlung gemeint, den Hund vor hochansteckenden Krankheiten zu schützen und damit auch die Verbreitung der Krankheiten über diesen zu unterbinden. Die bereits genannten Core-Komponenten sind aus tierärztlicher Sicht heutzutage unerlässlich.

Welche Impfungen werden optional empfohlen?

Zu den optional empfohlenen Impfungen für den Hund gehören solche gegen Zwingerhusten, Borreliose, Babesiose, Pilzinfektionen und Leishmaniose. Ob man dem eigenen Hund eine solche Impfung zumuten sollte, hängt in erster Linie vom Wohnort und eventuellen Reisewünschen mit Hund ab.

Wie oft sollten Auffrischungsimpfungen durchgeführt werden?

Ist die Grundimmunisierung des Hundes abgeschlossen, müssen Auffrischungsimpfungen in regelmäßigen Abständen erfolgen. Wie oft diese nötig sind, hängt vom Impfstoff und vom Gesundheitszustand des Hundes ab.

Nur so kann der Schutz des Hundes aufrechterhalten werden. Im Normalfall finden Auffrischungsimpfungen im Abstand von einem bis drei Jahren statt.

Tierärzte können einen individuellen Impfplan für den Hund erstellen, in dem dessen Alter, der Gesundheitszustand und die Lebensumstände berücksichtigt werden. So ist man als Hundehalter stets über die empfohlenen, anstehenden Impfungen informiert.

Fazit – mit Impfungen den Hund vor Krankheiten schützen

Wer seinen Hund impfen lässt, schützt ihn vor schweren Infektionskrankheiten und trägt gleichzeitig dazu bei, die Verbreitung gefährlicher Erreger einzudämmen. Entscheidend sind dabei eine passende Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischungen.

Hundehalter tragen die Verantwortung für ihren Hund. Dazu gehört auch, dass sie den Hund impfen lassen, um ihn vor verschiedenen Hundekrankheiten wie Staupe, Parvovirose und Tollwut zu schützen. Mit der Impfung des eigenen Hundes schützt man aber nicht nur ihn, sondern trägt gleichzeitig dazu bei, dass sich die betreffenden Viren und Bakterien nicht ungehindert ausbreiten können.

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht für den Hund, dafür aber Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin. Diese Impfempfehlungen ersetzen jedoch nicht die individuelle Beratung des Tierarztes. Dieser verfügt über die notwendige Expertise, um Impfpläne aufzustellen und dabei Lebensumstände, Gesundheitszustand und Alter des Hundes einzubeziehen.

Um einen optimalen Schutz zu gewährleisten, genügt es nicht, den Hund einmalig impfen zu lassen. Auffrischungsimpfungen stellen sicher, dass die Wirksamkeit dauerhaft erhalten bleibt. Während die meisten Impfstoffe eine Wirkungsdauer von drei Jahren aufweisen, müssen andere jedes Jahr erneut gegeben werden.

Im Rahmen einer Kombi-Impfung werden mit einem Mal mehrere Impfstoffe angewendet. Praktisch ist das, weil der Hund auf diese Weise nur einen Einstich pro Impfung erhält. Hundebesitzer sollten immer darauf achten, dass beim eigenen Hund ein ausreichender Impfschutz besteht.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Warum sind Impfungen für Hunde so wichtig?

Impfungen beim Hund helfen dabei, gefährliche und hochansteckende Infektionskrankheiten einzudämmen. Sie schützen nicht nur den eigenen Hund, sondern auch andere Tiere, mit denen er in Kontakt kommt, und können das Infektionsrisiko sowie damit verbundene Todesfälle stark reduzieren.

Welche Nebenwirkungen können nach einer Hundimpfung auftreten und wann sollte man den Tierarzt aufsuchen?

Mögliche Nebenwirkungen sind Fieber, Müdigkeit, schmerzhafte Schwellungen an der Einstichstelle und mangelnder Appetit. Diese Symptome sollten nach wenigen Tagen und spätestens nach einer Woche wieder abklingen. Halten sie länger als zwei Tage an, sollte der Hund erneut in die Tierarztpraxis gebracht werden.

Welche Impfungen sind für Welpen laut der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) notwendig?

Welpen sollten gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose geimpft werden. Zusätzlich wird eine Tollwutimpfung empfohlen.

Wie sieht der empfohlene Impfplan für Welpen aus?

In der 8. Lebenswoche erfolgt die Impfung gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose. Die Tollwutimpfung folgt in der 12. Woche. Wiederholungen der Impfungen gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose finden in der 12. und 15. Woche statt, ebenso die Auffrischung der Tollwutimpfung in der 15. Lebenswoche, abhängig vom Präparat.

Was ist der Unterschied zwischen Core- und Non-Core-Impfungen bei erwachsenen Hunden?

Core-Impfungen sind Kernimpfungen, die jeder Hund erhalten sollte, da sie gegen besonders gefährliche oder zoonotische Erreger schützen. Non-Core-Impfungen sind abhängig vom individuellen Risiko und werden nur bei bestimmten Voraussetzungen, wie etwa Reisen, empfohlen.

Welche Kernimpfungen werden für erwachsene Hunde empfohlen?

Für erwachsene Hunde werden laut Ständiger Impfkommission Veterinärmedizin folgende Impfungen empfohlen: Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut.

Wie funktionieren Impfungen bei Hunden?

Bei einer Impfung werden abgeschwächte oder abgetötete Erreger wie Viren oder Bakterien dem Immunsystem des Hundes zugeführt, damit es lernt, richtig darauf zu reagieren und Antikörper zu bilden, die bei einer späteren Erkrankung schützen.

Wann sollte ein Welpe zum ersten Mal geimpft werden?

Ein Welpe sollte frühestens im Alter von acht Wochen geimpft werden, da sein Körper dann gut auf die Wirkstoffe reagieren kann und das Risiko für schwere Impfschäden minimiert wird.