Gelenkerkrankungen bei Hunden

Wie können Arthrose und andere Gelenkerkrankungen bei Hunden behandelt werden?

von Dörte Müller, praktizierende Tierärztin

 

1. Symptome und Merkmale von Gelenkproblemen bei Hunden

2. Ursachen von Gelenkproblemen bei Hunden

3. Behandlungsmöglichkeiten von Gelenkproblemen bei Hunden

 

1. Symptome und Merkmale von Gelenkproblemen bei Hunden

Gelenkbeschwerden bei Hunden können in jeder Lebensphase auftreten. Sie können akut oder chronisch bedingt sein. Der Hund zeigt deutliche Lahmheit und oder erschwertes Aufstehen und Ablegen. In einigen Fällen werden die betroffenen Regionen beleckt und können auch beknabbert werden.

Akute Lahmheiten sind meist deutlich und spontan auftretend und die Hunde zeigen auch keine deutliche Besserung nach ein paar Metern Laufen.

Anders ist dies bei chronischen Beschwerden, wie zum Beispiel Arthrosen. Dabei zeigen die Hunde häufig bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen eine deutliche Lahmheit, laufen sich aber nach ein paar Schritten ein und die Lahmheit lässt nach.

In beiden Fällen kommt es zu entzündlichen Prozessen im Gelenk. Sie sind äußerst schmerzhaft und es kann sogar zu einer totalen Entlastung der betroffenen Gliedmaßen kommen.

 

2. Ursachen von Gelenkproblemen bei Hunden

Ist die Bewegungsfreude des Hundes eingeschränkt, kann das viele Ursachen haben. In jungen Jahren können diese genetischer oder fütterungsbedingter Art sein und im Alter können zusätzlich Verschleißerscheinungen auftreten. Aber auch starkes Toben oder zu starkes Beanspruchen der Gelenke, zum Beispiel bei langen Fahrradtouren oder Ähnlichem, kann zu Bewegungsstörungen führen. Dabei müssen aber nicht immer die Gelenke die Ursache der Lahmheit sein.

Genetisch bedingte Gelenkprobleme können schon sehr früh auftreten, da es bei machen Rassen eine gewisse Prädisposition für gewisse Erkrankungen gib. Gerade bei großwüchsigen Hunden gibt es einige Erkrankungen wie Ellenbogendysplasien (degenerative Veränderungen im Ellenbogengelenk) oder Hüftgelenksdysplasien (degenerative Veränderungen im Hüftgelenk) die in der frühen Lebensphase auftreten und deutliche Lahmheiten verursachen können. Einige der Rassen sind zum Beispiel Rottweiler, Deutscher Schäferhund, Labrador Retriever und Golden Retriever. Bei diesen und aber auch anderen großwüchsigen Rassen macht es Sinn, die betroffenen Gelenke um das erste Lebensjahr herum einmal röntgen zu lassen und abklären zu lassen ob eine Prädisposition vorliegt. Doch auch bei kleinen Rassen gibt es bestimmte Veranlagungen für Gelenkerkrankungen.

Fütterungsbedingte Gelenkprobleme treten häufig auf, wenn dem Hund in der Wachstumsphase zu viel Energie und oder Kalzium über das Futter zugeführt wird. Die Wachstumsphase wird verkürzt, da die Röhrenknochen zu schnell wachsen und der Hund zu schnell an Gewicht zunimmt. Die Überbelastung des noch jungen Bewegungsapparats des Hundes kann zu den oben genannten und auch weiteren Erkrankungen führen. Doch auch eine Unterversorgung oder ein schlechtes Verhältnis an Mineralstoffen im Wachstum kann im späteren Leben zu Problemen führen.

Die im Alter auftretenden Gelenkprobleme sind häufig damit verbunden, dass der Knorpel an Masse verliert und somit seine Pufferkapazität abnimmt. Auch die Menge an Synovia, die Gelenkflüssigkeit, nimmt im Alter ab und es kommt zu einer erhöhten Reibung im Gelenk.

Zudem können sich altersbedingt an vielen Gelenken im Körper Arthrosen bilden, die den Bewegungsablauf des Gelenks stören können.

 

3. Behandlungsmöglichkeiten von Gelenkproblemen bei Hunden

Der erste Ansatz, um Gelenkprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen, ist die ausgewogene und der Rassegröße angepasste Fütterung im Welpenalter. Das Kalzium/Phosphorverhältnis sollte stimmen und der Energiegehalt des Futters der Wachstumsgeschwindigkeit der Rasse angepasst sein.

Gibt es eine rassebedingte Veranlagung für Gelenkerkrankungen, kann man auch schon in jungen Jahren bestimmte Zusatzfuttermittel zum regulären Futter hinzufügen, die meist Glycosaminoglycane aus der Grünlippenmuschel enthalten und auch einen ausgewogenen Anteil an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren beinhalten. Dies unterstützt die Zellen der Gelenke und erhöht das Wasserbindungsvermögen des Knorpels.

Bei bestehenden Gelenkproblemen des Hundes kommen Tierhalter meist nicht umhin, den Tierarzt aufzusuchen, der bei Bewegungsstörungen Medikamente verschreibt, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Diese könne phasenweise oder auch bei chronischen Beschwerden dauerhaft verschrieben werden.

Durch Entlastungshaltungen des Hundes kann es zu Muskelverspannungen und Belastung der noch gesunden Gelenke kommen. Eine Physiotherapie kann hierbei unterstützend wirken.

 

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